Stuttgart, 4. August 2017 – Wir bedanken uns heute ganz herzlich bei eintausendvierhundertundneunzehn handgezählten Mitfahrern! Natürlich schon wieder ein Rekord… wie soll das nur weitergehen? Gut wahrscheinlich. Denn die Critical Mass schwappt mit einer solchen Beharrlichkeit Monat für Monat durch Stuttgart, dass auch dem letzten Skeptiker klar werden dürfte: Radfahrer haben einen langen Atem! Sie lassen sich weder von verzagten Verkehrsplanern, Lobby-hörigen Politikern oder sonstigen Hindernissen aufhalten. Radfahrer sind frei, unabhängig und schön. Und sie tun jeder Stadt gut, vor allem dem zubetonierten Stuttgart.

Extra Credits an die Kirchengemeinde Stuttgart-Süd, die uns die Kirche St. Maria für die Aftermass zur Verfügung gestellt hat. Hier gibt’s Fotos. Und natürlich wieder ein großer Dank an alle Helfer im Hintergrund, die uns mit Essen und Getränken versorgt haben. Ihr seid spitze! Mithelfen? Mail an aftermassstuttgart@gmail.com

Advertisements

9 Gedanken zu „St. Maria als Aftermass

  1. Hans

    Als ehemaliger Wettkampf-Fahrradfahrer in Downhill, Cross Country und im Triathlon bin ich wahrlich kein Gegner der unmotorisierten Fortbewegung. Es ist auch toll das sich immer mehr Radler eurer Sache anschliessen, doch leider halten sich sehr viele nicht an die von euch vorgegebenen 10 Gebote. Seit langer Zeit führt die Strecke eurer monatlichen Ausfahrt sehr nahe oder direkt an meinem Laden vorbei. Ich betreibe in der Furtbachstraße ein Gewerbe und leider wurde ich in der Vergangenheit beim Überqueren eines Zebrastreifens in der Tübingerstrasse von einem Radfahrer angefahren bzw. gerempelt und von einem anderen getreten. Gestern da ich einen PKW Stellplatz in der Furtbachstraße habe wurde mir von einigen Radfahrern die Ausfahrt versperrt. Erst nach einigen Minuten, Beleidigungen als Luftverpester und gleichmäßigem langsamen Fahren konnte ich ungehindert nach Hause fahren um dort dann verspätet meine 10 Monate alte Tochter zu übernehmen weil meine Frau in der Gastronomie arbeitet und dringend zur Arbeit musste. Es ist ja schön und gut was ihr so macht. Seid aber bitte nicht so selbstgefällig und ignorant und behindert andere Menschen dabei Ihren Verpflichtungen etc. nachzukommen. In der Furtbachstraße ist zudem ein Krankenhaus, hättet Ihr auch einem Krankenwagen den weg versperrt? Ich denke nicht. Hoffe ich zumindest…

    Antwort
    1. Kernpfysikalische Frage

      Ich kenne die oertl. Gegebenheiten nicht, aber wenn es um einen Vorfall waehrend der CM geht (deswegen schreibst Du doch hier?!): Es ist mit der Polizei abgesprochen, dass die Zufahrten zum Demonstrationszug von Teilnehmern (sog Corkern) versperrt werden. Ich glaube bei einem Triathlonrennen kann nicht auch schnell hie und da ein Auto die Piste kreuzen, nur weil er es eilig hat, oder?
      Es ist bei dieser Veranstaltung eben 1x im Monat so, dass 1400 oder 700 oder X-hundert Radfahrer nicht anhalten, weil ein oder mehrere Autofahrer nicht warten können und darin die Rechtfertigung zu finden meinen, für sie gelten Ausnahmen. Nochmal: Das ist legal und so abgesprochen. (Unschoene Szenen koennen daraus entstehen, dass Autofahrer u ä dies nicht einsehen wollen.)
      Auf welcher Seite bzgl. der Gegenüberstellung Radler „gegen“ Autofahrer nun die größere Selbstgefälligkeit, Agression und Ignoranz vorherrscht, mag jeder für sich selbst entscheiden. Vmtl. müsste das Töchterchen / die Frau auch warten, wenn wie immer von Autos verursachter Stau herrscht. Und dann?
      In diesem Fall liegt die Verpflichtung, das Versammlungsrecht zu achten, auf Deiner Seite.
      Ein „Krankenwagen“ mit entsprechendem Einsatzsignal geniesst übrigens Sonderrechte. Da herrscht objektiv ein Unterschied.
      Fahr doch mal mit, ein Perspektivechsel könnte helfen.
      Grüße

      Antwort
      1. CriticalMassTourist

        FYI: Du meinst nicht Sonderrechte (§ 35 StVO), sondern Wegerecht (§ 38 StVO)

      2. Kernpfysikalische Frage

        @CriticalMassTourist
        Doch ich meinte „Sonderrechte,“ aber nur umgangssprachlich.
        Trotzdem interessant, danke.

  2. Simon

    Lieber Hans,
    dein Problem mit den Zebrastreifen kann ich gut nachvollziehen Ich finde, da fahren einige Radfahrer zu schnell drüber. Ob du sie hierüber erreichst, weiß ich nicht. Ich versuche das unter Radfahrern auch zu kommunizieren. Die Organisation der CM kommuniziert auch, dass Verkehrsregeln eingehalten werden sollen.
    Bezüglich der Blockade am Freitag wäre es wohl gut zu wissen, ob es sich um die Critical Mass selbst gehandelt hat, oder ob bei der Aftermass (get together) Radfahrer vor deiner Einfahrt standen und diese blockierten. In dem Fall wäre es natürlich nicht korrekt, wenn Teilnehmer der CM blockiert hätten und auch ohne Grund ausfallend reagiert hätten. Da kann man sich nur entschuldigen. Handelte es sich um die Cm selbst, ist es eben wie von „Kernpfysikalische Frage“ beschrieben – es ist eine angemeldete Demo und Radfahrer genießen zurecht die Vorfahrt.

    Antwort
  3. Hans

    Hallo und danke für die zahlreichen Nachrichten. Besonderer Dank an Goldschwengel für seinen geistreichen Beitrag. Ebenso an „Kernpfysikalische Frage“ für das immerhin etwas nachdenken. Es handelte sich um die Furtbachstraße, also nicht um die Radstrecke die natürlich als „Demonstration“ gilt sondern um das Treffen nach der Tour – so wie es Simon richtig verstanden hat. Schön finde ich es allerdings das man von den einen oder anderen gleich „angefeindet wird“ weil man mit dem Auto unterwegs gewesen ist. Aber sorry, ich bin wie gesagt ein begeisterter Radfahrer der mit der Aktion als solche sogar mit Freude zusieht. Doch sollte für ein entspanntes Miteinander auf beiden Seiten mit Respekt umgegangen werden. Ist die Demo rum und es treffen sich noch hunderte Radfahrer ist das auch ok, aber dann auch bitte ohne Ausfahrten zu versperren.

    Antwort
    1. Kernpfysikalische Frage

      „Doch sollte für ein entspanntes Miteinander auf beiden Seiten mit Respekt umgegangen werden.“ — Das kannst Du in Stuttgart vergessen! Wenngleich es wünschenswert wäre. Ich war vorgestern mit dem Rad in TÜ, ne Woche zuvor in MUC und davor in FFM. Alles nicht halb so asozial wie Stgt. „Die Leute“ kennen nichteinmal die Regeln, gehen von Fantasieregeln aus und anhand derer betreiben sie Selbstjustiz („Wenn der Radler nicht ganz rechts über jeden Gullideckel faehrt, darf ich ihn natuerlich beim Ueberholen mit dem Aussenspiegel streifen!“)!
      Bei Radlern kommt anstelle der (Fantasie)Regel gerne die subjektiv empfundene moralische Überlegenheit. Das ist natuerlich bekloppt. Aber normalerweise gefaehrdet es einen immerhin nicht.
      Asoziales Verhalten ist auch asozial, wenn es von Radlern kommt.
      Amen.

      Antwort
    2. goldschwengel

      wenn du geistreichere antworten willst solltest du dir beim zusammenschustern deiner lachhaften stories halt ein wenig mehr mühe geben. dich hat es einfach nur angekotzt dass du, als angehöriger der herrenrasse des straßenverkehrs, wegen so scheiss radfahrern ein paar minuten hast warten müssen….der farbenfrohe und vor plattitüden triefende daherkonstruierte rest ist attention whoring at its best.

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s